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Sa 14.11.2020 - 15:00 Uhr
Glühweinfahrt Lahnlust
Do 19.11.2020 - 19:30 Uhr
Jahreshauptversammlung
Di 01.12.2020 - 19:00 Uhr
Weihnachtsessen in der Weinstube, Steinstraße
   

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von Elke Jandrasits

Wieder einmal konnten die "67er Herzen" bei ihrer Winterwanderung strahlenden Sonnenschein genießen. Nach 2017 zum Dutenhofener See und 2018 am Hangelstein stand diesmal eine rund 8 Kilometer lange Wanderung von Rödgen nach Fernwald-Steinbach auf dem Programm.

Um 14 Uhr starteten wir am Rödgener Bürgerhaus. Nach steilem Anstieg ging es am Sportplatz vorbei und am Waldrand entlang mit einem weiten Blick ins Tal.

An der beeindruckenden fast 1000-jährigen Eiche hielten wir kurz an, bevor wir die B49 kreuzten und durch den Wald Richtung Annerod liefen.

Die Sonne sorgte für die schönsten Farben und tolle Lichteffekte.

Weiter ging es durch Annerod und an Forsthaus und Solarpark vorbei zum Wildpferdgehege an der Hohen Warte. Hier warteten schon weitere 67er Damen, um sich uns auf der zweiten Hälfte der Wanderung anzuschließen.

Zuerst machten wir aber eine ausgiebige Rast in der schon angenehm warmen Wintersonne. Die Wildpferde grasten in unmittelbarer Nähe - ein sehr stimmungsvoller Anblick zum Genießen und Entspannen!

Schließlich wanderten wir weiter an der Koppel entlang und durch den Wald nach Fernwald-Steinbach.
Die Sonne stand schon tief, als wir pünktlich gegen 17 Uhr unser Ziel, die "Ratsstube Edelweiß" neben der Fernwaldhalle, erreichten.

Bei zünftigen hessischen und österreichischen Spezialitäten ließen wir den Tag ausklingen.
Nur die Frage, aus welchem Fleisch eigentlich Hackfleisch gemacht wird, ließ sich an diesem Abend nicht klären ;-)

Ich bedanke mich herzlich bei allen, die mir ihre Fotos für diesen Bericht zur Verfügung stellten.

Falls es in Gießen und Umgebung noch Damen des Jahrgangs 1967 gibt, die sich den "67er Herzen" anschließen möchten:
Informationen zu Mitgliedschaft und Aktivitäten gibt es unter www.giessener-herzen.de oder einfach bei einem der Stammtisch-Termine unverbindlich vorbeischauen!

von Elke Jandrasits

Der 17. März 2018 war ein Tag mit Kontrastprogramm für Experimentatorin Mona Weber: Morgens war eine Kindergruppe zu Gast, am Nachmittag versammelten sich etwa 20 "67er Herzen" zur Experimentalvorlesung im Liebig-Museum. Nachdem die Eintrittskarten verteilt waren (freudig wurde der Prosecco-Gutschein vom "Justus" auf der Rückseite begrüßt), kehrte etwas Ruhe ein und die Experimentalvorlesung konnte beginnen.

Anhand der Stationen des Lebens von Justus Liebig (1803 - 1873) erzählte Diplom-Ingenieurin Mona Weber von den Anfängen der modernen Chemie, die Justus Liebig begründete. Dies wurde durch viele Experimente mit Krach- und Leuchteffekten begleitet, z. B. den Knallerbsen, einer Luminol"glühbirne", sowie einer "Schlangenbeschwörung" und der Herstellung einer "Christbaumkugel". Außerdem mussten ein paar Gummibärchen dran glauben ;-)

Zunächst sah Liebigs Leben nicht nach einer großen Karriere aus: Justus ging ohne Abschluss von der Schule ab und verlor auch seine Ausbildungsstelle bei einem Apotheker in Heppenheim, nachdem er bei einem seiner Versuche in der Dachkammer durch eine Explosion beinahe das ganze Haus in Brand gesetzt hatte.
Doch für die Chemie hatte er ein ganz besonderes Talent. Er beobachtete die Gaukler auf Jahrmärkten und experimentierte mit den Materialien, die er in der Werkstatt seines Vaters vorfand.

Schließlich konnte er seinen sehnlichsten Wunsch doch noch erfüllen und Chemie in Bonn und Erlangen studieren - über den fehlenden Schulabschluss wurde Dank der Unterstützung seines Vaters hinweggesehen. Aufgrund seiner Leistungen bekam er sogar noch ein Stipendium an der Sorbonne in Paris, wofür er innerhalb weniger Monate Französisch lernte.

Schon mit 21 Jahren wurde er Professor in Gießen. Seine Vorlesungen wurden schnell sehr beliebt, da er nicht wie andere Professoren nur den Stoff vortrug, sondern während der Vorlesungen Experimente durchführte.

Er machte bahnbrechende Erfindungen wie z. B. das Backpulver, den Silberspiegel oder den Fleischextrakt. Nur mit letzterem verdiente er auch Geld. Vieles wie z. B. ein Rezept für Säuglingsnahrung, veröffentlichte er, ohne daraus selbst wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Durch seine Forschung konnte er jedoch maßgeblich zu einer besseren Nahrungsmittelversorgung beitragen.

Mit seiner Frau Henriette hatte er fünf Kinder.

Nach fast 30 Jahren in Gießen, in denen er viele lukrative Angebote ausschlug, wechselte Liebig nach München, wo er noch größere Freiheiten in der Forschung hatte. Er starb im für die damalige Zeit hohen Alter von fast 70 Jahren.

Justus Liebig
Während es im Deutschen Museum in München nur einen Nachbau seines Labors gibt, kann man in Gießen in den Originalräumen auf den Originalbänken fast schon eine Zeitreise machen.

Über zwei Stunden vergingen wie im Flug.
Die Experimentalvorlesungen sind als Ausflugstipp für jung und alt sehr zu empfehlen!
Informationen gibt es auf www.liebig-museum.de

Ich hatte diesmal meine Kamera nicht dabei und bedanke mich herzlich bei Beate Koch und Ute Reinhard, die mir ihre Fotos für diesen Bericht zur Verfügung stellten.

Falls es in Gießen und Umgebung noch Damen des Jahrgangs 1967 gibt, die sich den "67er Herzen" anschließen möchten:
Informationen zu Mitgliedschaft und Aktivitäten gibt es unter www.giessener-herzen.de oder einfach bei einem der Stammtisch-Termine unverbindlich vorbeischauen!
 

von Elke Jandrasits

Zu einer lehrreichen Exkursion trafen sich am Samstag, den 24.2.2017 rund 20 Mitglieder der "67er Herzen". Ursprünglich hätte die Wanderung bereits im Januar staffinden sollen, da machte uns aber Orkantief Friederike einen Strich durch die Rechnung. Bei strahlendem Sonnenschein und eisigen Temperaturen hatten sich alle warm eingepackt.
Vom Parkplatz des Restaurants "Waldfrieden" aus erkundeten wir zusammen mit Stadtförster Ernst-Ludwig Kriep abseits der Waldwege den Stadtwald und das Naturschutzgebiet Hangelstein. Seine achtmonatige Hündin Enna begleitete ihn und eroberte mit ihrem freundlichen Wesen unsere Herzen im Sturm.

Schon nach wenigen Metern erreichten wir die erste Station. Herr Kriep forderte uns auf, unter den Begriffen "Ruhe/Erholung", "Holznutzung", "Naturschutz", "CO²-Speicher" und "Sport" den zu wählen, den wir persönlich hauptsächlich mit dem Wald verbinden.

Alle diese Aspekte müssen bei der Bewirtschaftung des Waldes berücksichtigt werden. Der Stadtwald von Gießen hat eine Größe von ca. 1.500 ha. Im bewirtschafteten Teil, der ca. 90% ausmacht, werden zuvor gekennzeichnete Einzelbäume über
festgelegte Rückegassen geerntet. Hierdurch gibt es keinen großflächigen Kahlschlag, jüngere Bäume können die Lücke füllen und der Waldboden wird geschont. Einzelne sogenannte Habitatbäume werden nicht gefällt; sie bieten durch vorhandene Höhlen oder Totholzanteile Lebensraum für viele Tierarten wie Spechte oder Fledermäuse.

In einem Bereich mit vor knapp 40 Jahren gepflanzten Jungbäumen sind einzelne Exemplare mit einem orangen Band gekennzeichnet. Diese Zukunftsbäume werden besonders gefördert. Konkurrierende Nachbarbäume mit weniger schönen Wuchs werden nicht entfernt, sondern durch Ringeln (teilweises Entfernen der Rinde) zum Absterben gebracht.

An der nächsten Station verdeutlichte uns Herr Kriep, dass für jede von uns jährlich ein großer Baum gefällt werden muss, um unseren Holzverbrauch zu decken. Nicht nur zu langlebigen Möbeln wird Holz verarbeitet, sondern auch zu Verbrauchsmaterial wie Papier, Karton und Tampons. Hier ist jeder aufgefordert, seinen Holzverbrauch kritisch zu hinterfragen und wo möglich zu reduzieren.

Etwa 10% des Gießener Waldes werden nicht bewirtschaftet, sondern sich selbst überlassen. Die Jungbäume konkurrieren unbeeinflusst untereinander und stehen dichter. Umgefallene Bäume bleiben liegen. Auch bei Baumkrankheiten wird nicht eingegriffen.
So dient das Naturschutzgebiet als Lernort für viele Wissenschaftler und Forstleute, die hier die natürliche Entwicklung des Waldes studieren können.

Hier kommt auch das seltene Grüne Besenmoos vor. Nun mag man sagen, ist es nicht egal, ob da Moos wächst oder nicht? Förster Kriep vergleicht die Situation im Ökosystem mit einem Airbus, der ebenfalls aus vielen, teils kleinen Teilen besteht. Auch hier kann man sicher die ein oder andere Schraube entfernen, und er fliegt weiter. Doch irgenwann erwischt man ein wichtiges Teil, und der Absturz ist nicht mehr zu vermeiden.

Herr Kriep ermutigte uns, den Wald als kostenlose, ganzjährig rund um die Uhr verfügbare Erholungsmöglichkeit zu nutzen.

Nach knapp zwei Stunden Rundweg verabschiedeten wir uns von Herrn Kriep und Enna und bedankten uns für die informative und kurzweilige Führung.

Anschließend wärmten wir uns im "Waldfrieden" bei einem heißen Getränk und einem leckeren Stück Kuchen auf und ließen den schönen Nachmittag ausklingen.

Wer Lust bekommen hat, sich den "67er Herzen" anzuschließen, kann über unsere Homepage www.giessener-herzen.de weitere Informationen erhalten.
 

von Elke Jandrasits

Die Damen-Vereinigung "67er Herzen" der 50er Vereinigung Gießen hat schon bei ihrer Gründung vor einem Jahr ganz bewusst ihren Namen gewählt. Am 3.12.1967 gelang Dr. Christiaan Barnard die weltweit erste erfolgreiche Herztransplantation.
Anlässlich des 50. Jahrestages dieses Ereignisses überreichte eine Abordnung der 67er Herzen heute eine Spende in Höhe von 312,67€ an das Team der Station Czerny des Kinderherzzentrums Gießen.

Von den Spenden können Erleichterungen für den Klinikaufenthalt der kleinen Patienten und ihrer Angehörigen finanziert werden.

Die Damen-Jahrgangsvereinigung 67er Herzen zählt derzeit 71 Mitglieder, weitere Interessentinnen sind herzlich willkommen. Weitere Informationen auf der Homepage www.Giessener-Herzen.de

   

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